Dr. Berhard Burgstaller – Bekenner und Märtyrer

Abt Burgstaller
Abt Burgstaller. Bildquelle: Thomas Schwierz.
Als Sohn der Bauerseheleute Thomas und Anna Burgstaller wurde Peter Burgstaller am 14. 2. 1886 in Eidenberg 20 (Stadler im Graben) geboren. Die Matura legte er 1905 am Staatsgymnasium Linz Spittelwiese ab und trat im gleichen Jahr in die Zisterzienserabtei Wilhering ein, wo er den Ordensnamen Bernhard erhielt. Nach dem Theologiestudium in St. Florian wurde er 1910 zum Priester geweiht , studierte Altphilologie an der Universität Wien und unterrichtete nach seiner Promotion 1915 am Stiftsgymnasium Wilhering Latein und Griechisch. 1938 wurde das Ordensgymnasium von den Nationalsozialisten geschlossen und Bernhard Burgstaller vom Konvent zum Abt gewählt.

Bald nach der Machtergreifung Hitlers bildeten sich in Wien Widerstandsgruppen, der auch Zisterzienser aus Wilhering angehörten. Nach der Entdeckung kam es zu zahlreichen Verhaftungen, darunter auch sieben Patres. Um sich für seine Mitbrüder einzusetzen, reiste Abt Burgstaller am 12. 11. 1940 nach Wien, wurde bereits am Westbahnhof von zwei Gestapobeamten erwartet und verhaftet. Nach achtmonatiger entwürdigender und qualvoller Untersuchungshaft wurde er in das Gefängnis Anrath bei Krefeld überstellt, wo er am 1. 11.1941 an Unterernährung starb. Sein Leichnam wurde in Wilhering beigesetzt, eine Gedenktafel an der Eidenberger Kirche erinnert an ihn, der in einer Diktatur Werte wie Glauben und Freiheit des Denkens vertrat und dafür mit dem Tod büßte.


Abt Burgstaller
Gedenktafel. Bildquelle: Thomas Schwierz.


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Lit.: Biographia Cisterciensis
www.zisterzienserlexikon.de/wiki Bernhard Burgstaller

Text: Monika Klepp
Bilder: Thomas Schwierz